Branchenbericht

Angebot

Bedeutung Asiens als Produktionsstandort nimmt zu
Die Fertigung von Kunststoffwaren bleibt weltweit betrachtet aufwärtsgerichtet. Dabei verläuft die Entwicklung des Angebots in Bezug auf die einzelnen Re-
gionen uneinheitlich. Während in Asien die Produktion im großen Maßstab ausgebaut wird, was zum großen Teil aber nicht nur auf die Expansion Chinas zurückzuführen ist, verläuft der Aus- und Aufbau der Kapazitäten in Südamerika weniger deutlich. Die etablierten Produktionsstandorte Japan und Europa wiederum kämpfen zum Teil mit strukturellen Problemen und stagnieren bzw. verzeichnen nur kleine Zuwächse. Eine generelle Wende in dieser Entwicklung
 ist zurzeit nicht abzusehen, der Schwerpunkt der Produktion wird sich somit
weiter verlagern. Im Ergebnis werden die EU und Japan Anteile an der Produkt-
ion zugunsten anderer Standorte verlieren. Gewinner sind vor allem die (asia- tischen) Schwellenländer bzw. Emerging Markets, da dort im Vergleich mit den Industriestaaten die wirtschaftliche Dynamik langfristig zumeist höher ist. Da-
hinter steht auch der Trend, die Produkte vermehrt nahe der Absatzmärkte bzw.
 in Kundennähe herzustellen (s. Langfristige Trends). Bei Massenwaren domi-
nieren bei der Produktion vor Ort Kostenaspekte in Bezug auf Herstellung und Transport, bei technisch anspruchsvollen Erzeugnissen spielt die intensive Zusammenarbeit mit den Abnehmern eine Rolle, bei der gezielter auf Kun- denwünsche eingegangen werden kann. Darüber hinaus werden Produktions- anlagen in Regionen aufgebaut, in denen die Rohstoffversorgung vergleichs-
weise günstig ist, wie in den Golfstaaten. Hier wird der Aufbau von industriellen Anlagen entlang der Wertschöpfungskette politisch gefördert, wobei zurzeit inländische Abnehmer (noch) keine nennenswerte Rolle spielen.

China hat die EU als den größten Produktionsstandort von Kunststoffverarbeitung bereits abgelöst. Dabei war das hohe Tempo des Aufholprozesses in Kombination mit einer bereits vorhandenen großen Produktionsbasis im Vergleich mit anderen Schwellenländern wie Indien und Mexiko beeindruckend. So stieg der Anteil Chinas am Weltumsatz von 6% im Jahr 2003 auf 26% im Jahr 2013 an. Von der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 zeigte sich die Branche in China zudem anders als in den meisten Industriestaaten auch infolge von politischen Maßnahmen weitgehend unbeeindruckt. Der fortschreitende Aufbau der Industrie, die boomende Bauwirtschaft und die Zunahme des Konsums haben dafür gesorgt,
dass die durchschnittliche Zuwachsrate im Zeitraum von 2003 bis 2013 bei 13% liegt. Dabei wurde immer mehr für den heimischen Bedarf der Bevölkerung produziert. Verantwortlich hierfür war einerseits der mit der Krise 2009 verbundene Nachfrageeinbruch aus den westlichen Industriestaaten, andererseits der auf die Krise folgende, von der Staatsführung forcierte Umbau der Wirtschaft, der die Exportabhängigkeit reduzieren sollte. Trotz der zuletzt wieder relativ steigenden Ausfuhren der Branche weist China mit 17% (2013) eine sehr niedrige Exportquote auf (Deutschland: 45%).

Wettbewerbsintensität in Deutschland: Bedeutung von Kooperationen mit Unternehmen aus anderen Branchen verstärkt sich
Bei technisch komplexeren Produkten spielt die Zusammenarbeit mit den Endabnehmern aber auch mit Zulieferern aus anderen Branchen wie der Elektrotechnik oder der Metallverarbeitung zunehmend eine wichtigere Rolle. Gerade in der Automobilbranche, wo durch Outsourcing ein großer Anteil der Wertschöpfung von den Zulieferunternehmen erbracht wird, ist die Fähigkeit zur Kooperation bzw. der engen Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Entwicklung von Komponenten und Modulen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Die Vorteilhaftigkeit von Kooperationen bezieht sich dabei nicht nur auf den Bereich F&E, sondern umfasst prinzipiell auch andere Wertschöpfungsstufen wie Beschaffung, Produktion und Vertrieb. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen sind der Aufbau von Netzwerken sowie das Eingehen von Kooperationen von Vorteil, um Synergien zu heben und hierdurch Kosten zu sparen sowie Risiken zu verteilen. Dies gilt in erster Linie für Unternehmen, die entlang der Wertschöpfungskette angrenzen, aber auch für direkte Konkurrenten können sich bei größeren Aufträgen aus Kooperationsformen Vorteile erschließen.

Eine stärkere Notwendigkeit von Kooperationen der kunststoffverarbeitenden Unternehmen ergibt sich zum einen aus der Ausbreitung von Einkaufsverbünden auf der Ebene der Abnehmer wie in der Automobilindustrie oder durch direkte Konzentration der Abnehmer, wie es im Einzelhandel zu beobachten ist. In beiden Fällen steigt die Marktmacht und damit auch der Preisdruck auf die Hersteller. Zum anderen nimmt das Know-how der ausländischen Produzenten in den Emerging Markets zu, wodurch die Qualität der Produkte steigt und damit auch der Wettbewerb auf den Märkten im In- und Ausland.

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