Kunststoff-Wissen - Anwendungsbereiche Mobilität

Mobilität

Von der klassischen "Eisenbahn" über Straßen-, U- und S-Bahnen bis hin zu Bussen im Nah- und Reiseverkehr oder Flugzeugen: Heute erwarten wir von Verkehrsmitteln mehr als reinen Transport. Kunststoff hilft auf verschiedenste Arten, die unterschiedlichsten Anforderungen zu erfüllen.

Am deutlichsten wird das beim Auto. Auch dank Kunststoff werden unsere Autos immer besser, sicherer, komfortabler und sparsamer. Seit den 1970er Jahren ist laut Verband der Automobilindustrie (VDA) der Kraftstoffverbrauch der Autoflotte aus deutscher Produktion um 40 Prozent gesunken. Jedermann ist heute vertraut mit Stoßfängern, Kotflügeln, „Lampengläsern" oder Armaturenbrettern aus Kunststoff. Der Kunststoffanteil eines Durchschnitts-PKW beträgt derzeit bis zu 15 Prozent. Dieser Anteil wird weiter steigen, und die Autos werden leichter, sparsamer und sicherer zugleich. Denn zum Beispiel ein mit Fasern verstärktes Kunststoffteil wiegt weitaus weniger als ein entsprechendes Stahlteil. Und jedes Kilo gespartes Gewicht verringert den Kraftstoffverbrauch sowie den Ausstoß an Treibhausgasen.

Hinzu kommt, dass Kunststoff-Teile nicht rosten. Und noch einen ganz anderen Vorteil bieten Kunststoff-Verbundwerkstoffe. Sie können, anders als herkömmliche Materialien, oft ganz einfach miteinander verklebt statt aufwändig verschweißt werden.

Die Polymere haben ihren Siegeszug selbstverständlich auch unter der Motorhaube fortgesetzt: Motorabdeckungen, Antriebsriemen, Batteriegehäusen oder Ansaugstutzen bestehen daraus. Der Einsatzvielfalt von Kunststoff sind kaum Grenzen gesetzt. So lassen sich oft Einzelteile wie Ventildeckel, Luftfilter und Saugrohr mit Kunststoff in ein einziges Bauteil integrieren. Eine Heckklappe mit Fenster, Windabweiser und Lampen kann heute aus einem Kunststoff-Stück bestehen. Die Autohersteller werden gemeinsam mit der Value Chain auch künftig daran arbeiten, die Effizienz ihrer Fahrzeuge weiter zu verbessern. Kunststoff ist dabei das Schlüsselmaterial.

Wichtig in politischer Hinsicht ist es, stets das Ganze im Auge zu behalten. 87 Prozent der Energie, die ein Auto verbraucht, müssen für den Fahrbetrieb aufgewendet werden. Wer also Ressourcen schonen will, muss den Lebenszyklus betrachten und sich auf die Nutzenphase konzentrieren.

Quelle: PlasticsEurope, www.plasticseurope.org

 

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