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TopCoat GmbH
TopCoat und Smartronic - Gemeinsam noch stärker

Mit einem gemeinsamen Technologiezentrum in Däniken bauen die TopCoat GmbH und die Smartronic GmbH ihre Zusammenarbeit aus. Nach dem Spatenstich vom 3. Juli 2026 entstehen bis Ende Jahr über 8800 Quadratmeter Produktions-, Entwicklungs- und Logistikfläche. Der Standort wird Entwicklungs- und Fertigungsprozesse enger verzahnen sowie den Koordinationsaufwand zwischen Elektronikfertigung und Oberflächenveredelung reduzieren.

Topcoat die Mitarbeitenden von TopCoat und Smartronic
Die Bauarbeiten haben begonnen und die Mitarbeitenden von TopCoat und Smartronic freuen sich auf die neuen Arbeitsräume. (Bild: Jörg Signer)

Die TopCoat GmbH und die Smartronic GmbH bündeln ihre Kompetenzen künftig an einem gemeinsamen Standort in Däniken: Der Spatenstich fand am 3. Juli 2026 statt und bereits Ende Jahr wird die neue Fläche bezugsbereit sein. Am Standort Däniken stehen den beiden Unternehmen dann mehr als 8800 Quadratmeter Produktions-, Entwicklungs- und Logistikfläche zur Verfügung. Der Bau einer neuen Halle ist allerdings nur der erste Schritt: In einer zweiten Bauetappe entsteht zusätzlich ein mehrgeschossiges Verwaltungsgebäude, wodurch noch mehr Wachstumspotenzial entsteht.

Die räumliche Konzentration soll nicht nur interne Abläufe vereinfachen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen fördern. Insbesondere bei elektronischen Baugruppen, die nach der Fertigung mit funktionalen Beschichtungen versehen werden, können kurze Wege den Produktionsprozess beschleunigen und den Koordinationsaufwand reduzieren.

Topcoat Visualisierung der neuen Gebäude
Visualisierung der neuen Gebäude von TopCoat und Smartronic (Bild: zvg)


Stark in Oberflächenveredelung
Die Kernkompetenz der Firma TopCoat liegt in der Oberflächenbeschichtung. Verarbeitet werden nahezu alle Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere, teilweise auch Metalle, Holz, Glas oder Stein. Je nach Anforderung erhalten Bauteile beispielsweise kratzfeste, chemikalienbeständige, leitfähige oder antimikrobielle Oberflächen. Ebenso gehören dekorative Lösungen mit unterschiedlichen Farben, Strukturen oder Haptiken zum Angebot. Vor jeder Serienproduktion entstehen Musterteile und Testserien, um Beschichtung, Material und gewünschte Oberflächeneigenschaften aufeinander abzustimmen.

Zum Fertigungsportfolio gehören verschiedene Verfahren der industriellen Oberflächenveredelung. Dazu zählen Tampondruck, Sublimationsdruck, Wassertransferdruck, Laserbeschriftung, 3DDirektdruck, PVD-Beschichtungen, Verspiegelungen sowie EMV-Abschirmungen mit leitfähigen Beschichtungen. Ergänzend übernimmt das Unternehmen den Formenbau für Haltevorrichtungen sowie grafische Arbeiten für Bedruckungen und Produktlayouts. Produziert wird auf automatisierten Lackier- und Beschichtungsanlagen. Zum Standort gehören ausserdem ein Farbmischlabor, Reinräume sowie Lager- und Logistikflächen.

Topcoat v.l. Marcel Steger und Architekt Dominik Franzi
v.l.: Marcel Steger, Geschäftsführer von TopCoat und Architekt Dominik Franzi (Bild: Jörg Signer)


Über 30 Jahre Erfahrung
TopCoat richtet sich an Unternehmen mit technisch anspruchsvollen Kunststoffbauteilen. Zu den Anwendungsfeldern zählen unter anderem die Medizinaltechnik, die Hörgeräte- und Optikindustrie, der Automobilbereich, die Uhrenindustrie sowie Hersteller von Haushaltsgeräten, Kosmetikverpackungen und Konsumgütern. Im Schweizer Markt positioniert sich das Unternehmen als spezialisierter Zulieferer für industrielle Oberflächenveredelung mit hoher Fertigungstiefe. Forschung und Entwicklung, Bemusterung, Produktion und Logistik erfolgen am Standort Däniken, wodurch Projekte ohne zusätzliche externe Fertigungsschritte umgesetzt werden können.

Gegründet wurde TopCoat 1993. Seither hat das Unternehmen seine Fertigung kontinuierlich ausgebaut und den Standort Däniken zum Entwicklungs- und Produktionszentrum für industrielle Oberflächenveredelung erweitert. Heute konzentriert sich der Betrieb auf die Serienfertigung funktionaler und dekorativer Beschichtungen für Kunststoffbauteile und verwandte Werkstoffe.


Schweizer Elektronikdienstleister
Die nun zu TopCoat ziehende Smartronic GmbH wurde 1996 gegründet. Die Firma entwickelt und produziert kundenspezifische Elektronik für industrielle Anwendungen. Die Stärke des Unternehmens liegt wie bei TopCoat darin, Entwicklung und Fertigung unter einem Dach zu vereinen. Dadurch begleitet Smartronic Projekte vom ersten Konzept über Hard- und Softwareentwicklung bis zur Serienproduktion. Ergänzend vertreibt das Unternehmen eigene Elektronikprodukte. Zum Leistungsspektrum gehören elektronische Steuerungen, Geräteentwicklungen sowie die Fertigung von Prototypen und Serien. Produziert wird mit Verfahren für die SMD- und THT-Bestückung.

Im Schweizer Markt positioniert sich Smartronic als spezialisierter Elektronikdienstleister mit Schwerpunkten in der Industrieelektronik, der LED-Lichttechnik sowie der Ausstellungs- und Medientechnik. Das Unternehmen konzentriert sich bewusst auf kundenspezifische Lösungen statt auf Standardprodukte.


Alles aus einer Hand
«TopCoat und Smartronic bleiben rechtlich eigenständig, arbeiten künftig jedoch noch enger zusammen», sagt Marcel Steger, Geschäftsführer von TopCoat. Am Standort entstehe ein Technologiezentrum, das Elektronikentwicklung, Elektronikfertigung sowie funktionale Beschichtungen und Oberflächenveredelung räumlich zusammenführe. «Ziel ist es, Entwicklungs- und Produktionsprozesse enger zu verzahnen und die Projektabwicklung für Kunden zu vereinfachen. Wir können so alles aus einer Hand bieten und übernehmen auf Wunsch auch die Entwicklung, Projektleitung und Fertigung von Bauteilen.»

Die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Standort sorge zudem für kurze Wege und hohe Effizienz: «Schnelligkeit, Innovationskraft und Zuverlässigkeit sind für Schweizer Unternehmen essenziell. Durch diese Stärken bleiben wir auch im hart umkämpften internationalen Markt konkurrenzfähig.» TopCoat sei schon heute bekannt für die schnelle Umsetzung von Projekten. «Erst kürzlich haben wir ein Projekt in der Hälfte der Zeit umgesetzt, die unsere Konkurrenz laut ihren Offerten dazu benötigt hätte. Dies zu ermöglichen, ist für uns zentral.»

Verknüpft und effizient Die Projektorganisation soll durch die Kooperation ebenfalls einfacher werden: Kunden erhalten künftig einen zentralen Ansprechpartner, der Projekte über beide Unternehmen hinweg koordiniert. Die interne Abstimmung ersetzt einen Teil der bisherigen Kommunikation zwischen verschiedenen Lieferanten. Das reduziert den administrativen Aufwand und verringert die Zahl der Schnittstellen. Gleichzeitig können Entscheidungen schneller getroffen werden, da Entwicklung, Produktion und Oberflächenveredelung am selben Standort zusammenarbeiten.

Die Zusammenführung folgt also dem Trend in der Industrie, bei dem spezialisierte Fertigungsschritte zunehmend enger miteinander verknüpft werden. Unternehmen wollen Entwicklungszeiten verkürzen, Schnittstellen abbauen und komplexe Projekte effizienter abwickeln. «Mit dem gemeinsamen Standort erweitern TopCoat und Smartronic ihr Leistungsangebot zu einem integrierten Technologieverbund, ohne ihre unternehmerische Eigenständigkeit aufzugeben», sagt Steger.


Quellenhinweis
Dieser Artikel erschien zuerst in der Ausgabe 7–8/2026 der Zeitschrift KunststoffXtra.
Redaktor: Raphael Hegglin

www.kunststoffxtra.com

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